So müssen wir dann am nächsten Morgen früh aufstehen. An der Wasserrinne habe ich ja gelernt, aus bekannten Gründen nicht in der Mitte zu stehen, sondern mir einen Platz am Ende der Wasserrinne zu suchen. Als ob wir es jeden Tag so machen, ist diese Art der Körperpflege hier in der Wüste Gobi für uns bereits Normalität. Es tut auch gut, das frische klare Wasser an den Körper zu lassen. Zu Hause würde ich ja erschauern, mich morgens als bekennender Warmduscher mit kaltem Wasser zu waschen. Aber hier ist es eine wohltuende Selbstverständlichkeit.
Ich bin überrascht, wie fit wir alle sind, trotz eines hohen Schlafdefizits und der anstrengenden Reise in die Wüste Gobi. Der Körper setzt wohl immer noch genügende Mengen an Glückshormonen und Adrenalin frei. Wir alle machen einen gelösten und sehr zufriedenen Eindruck, obwohl wir auch auf das Frühstück verzichten müssen, weil die Camp-Organisation einfach keins angeboten hatte. Ich nutze die Gelegenheit und führe vor der Abreise noch einige Interviews über die Eindrücke zur SoFi.