Entstehung
Beobachtung
Die Flammenden Berge

Die Flammenden Berge

Auf unserem Weg zurück nach Turfan machen wir noch einen Foto-Stopp in den Flammenden Bergen nahe den Höhlen von Beziklik. Wir werfen einen Blick in die Karte, um zu erkunden, wie hoch denn die höchste Spitze der Flammenden Berge ist. Unser Reiseleiter Herr Sechs glänzt mal wieder mit Unwissen und hat irgendetwas mit eintausend im Kopf, egal ob feet oder Meter. Martan, unser chinesischer Guide, und ich klären ihn schließlich auf, dass die höchste Spitze 831 m hoch ist. Das folgende, leider schlecht zu verstehende Tondokument, gibt auch die (Un-)Kenntnis von Herrn Sechs realitätsgetreu wieder.

Herr Sechs und die Flammenden Berge.mp3 [342 KB]



Das Gebirge liegt 10 km östlich von Turfan. Es erstreckt sich 100 km von Ost nach West bei einer Breite von 9 km. Die durchschnittliche Höhe beträgt 500 m. Der höchste Berg erhebt sich, wie beschrieben, 831 m über Shengjinkou, einem lebenswichtigen Pass der historischen Stadt Gaochang.

Die Flammenden Berge sind sehr beliebt dank des klassischen Romans „Die Reise in den Westen“ aus der Ming Dynastie (1368 - 1644) mit seinem Autor Wu Cheng’en und seinem charmanten Held, dem Affenkönig.

Im Han-Teil der Legende wird berichtet, dass der Affenkönig für Unruhe im Himmel gesorgt und den Ofen in Betrieb genommen hatte, um Unsterblichkeitspillen herzustellen. Holzkohle fiel daraufhin vom Himmel genau in dieses Gebiet, der Mitte des Turfan-Beckens, in dem die Flammenden Berge nun liegen.

Nach der uigurischen Version lebte ein bösartiger Drache tief im Tianshan Gebirge, der kleine Kinder aß. Drei Tage und drei Nächte lang kämpfte ein uigurischer Held tapfer gegen den Drachen und zerteilte ihn in acht Teile. Die sterblichen Überreste des Drachen verwandelten sich in ein scharlachrotes Gebirge, dessen Farbe vom Blut des Drachens herrührt. Die acht Narben aus den Schnittstellen verwandelten sich in die acht Täler der Flammenden Berge, unter ihnen das bekannte Weintraubental.

Nach wissenschaftlichen Erkenntnissen geht die Bildung der Flammenden Berge auf tektonische Plattenbewegungen vor ca. 50 Millionen Jahre zurück, aus denen das Himalaya Gebirge gebildet wurde. Die Flammenden Berge sind unfruchtbar und im Sommer extrem heiß. Touristen werden feststellen, dass selbst die Schuhsohlen in der intensiven Hitze weich werden. Zum Glück ist es bei unserem Besuch in den Flammenden Bergen nicht ganz so heiß mit Temperaturen um 35°C. In der glühenden Sonne sehen die Flammenden Berge wie ein feuriger Drachen aus – ein unvergessliches Ereignis.



Tausend-Buddha-Höhlen von Beziklik
Das Emin-Minarett