 |
 |
 |
 |
 | Vallis Schroeter |
|
|
Vallis Schroeter
|
|
|
|
Datum 15.10.2005, Uhrzeit 21:42:04 Ortszeit; Standort Schwedt/Oder; Meade 8'' LX200GPS mit 1,6x Magni-Max, Neodymium Mond- und Skyglowfilter und Meade LPI
Aufnahmedaten nicht protokoliiert
|
|
|
|
1 Vallis Schroeter
|
2 Aristarchus
|
3 Herodotus
|
|
4 Freud
|
5 Rupes Toscanelli
|
6 Montes Agricola
|
|
7 Prinz
|
8 Krieger
|
9 Van Biesbrock
|
|
10 Berg Herodotus
|
11 Schiaparelli
|
12 Brayley
|
|
|
|
|
Diese Mondregion liegt im Oceanus Procellarum (Ozean der Stürme) und gehört zu den selenolgisch interessantesten Gebieten. Hier wurden angeblich die meisten Leuchterscheinungen beobachtet.
2 Aristarchus
Der bemerkenswerte Krater Aristarchus strahlt trotz seines bescheidenen Durchmesser von 40 km heller als alle anderen großen Krater und stellt ein wahres Leuchtfeuer dar. Er ist sogar im "aschgrauen" Licht zu sehen. Das heraus geschleuderte, helle Material unterhalb seiner Oberfläche hinterließ einen langen Streifen bis zu Herodotus (3). Manche strahlenförmige Spuren reichen bis Kepler und sogar bis Copernicus.
Das Alter von Aristarchus wird auf 450 Mio Jahre geschätzt und liegt somit zwischen Copernicus und Tycho. Aristarchus ist 3.000 m tief, und sein terrassenförmiger Innenwallzeigt einige dunkle Geröllfelder. Der flache Grund ist nicht besonders ausgedehnt, birgt aber einen hellen Zentralberg, der jedoch nur knapp 500 m hoch ist.
Der Katalog der lunaren Leuchterscheinungen, der von der NASA geführt wird, zeigt, dass Aristarchus einer der meist genannten Orte ist, wenn es um "anormale" Beobachtungen geht. Diese selenologisch scheinbar noch aktive Region verdient also bei den Beobachtungen eine besondere Aufmerksamkeit, vor allem da sie alle Eigenschaften einer vulkanischen Region bietet.
Aristarch lebte im 3. Jahrhundert vor Christi und war griechischer Astronom. Er schuf das heliozentrische Weltbild und entwickelte eine Methode zur Entfernungsberechnung von Sonne und Mond.
3 Herodotus
Herodotus unterscheidet sich stark von seinem Nachbarn Aristarchus. Er ist älter, und sein von Lava überfluteter Grund deutet darauf hin, dass er vorr dem Oceanus Procellarum entstand. Der Wall hat einen Durchmesser von 35 km und ist höchstens 1.500 m hoch. Im Norden wurde er von einem Kleinkrater zerdrückt.
Herodot war ein berühmter griechischer Historiker. Geboren 484 vor Christi in Halicarnasse und gestorben 420 vor Christi in Thourioi reiste er viel und lebte in Athen. Zu seinen Werken gehört die "Geschichte" in 9 Bänden.
Rupes Toscanelli (5) und Montes Agricola (6)
Nördlich von Aristarchus liegt eine markante, unruhige Hochebene, die wahrscheinlich vulkanischen Ursprungs ist und im Osten mit der Rupes Toscanelli endet. Diese Hochebene reicht im Norden bis zur bemerkenswerten, geradlinigen und gut erkennbaren Kette der Montes Agricola, die 160 km lang, aber nur 10 km breit und bis zu 1.500 m hoch ist.
Paolo dal Pozza Toscanelli (geb. 1397, gest. 1482) war ein italienischer Arzt
Georg Bauer oder auch Agricola (geb. 1494 in Glauchau, gest. 1555 in Chemnitz) war ein deutscher Chemiker und Arzt. Er war Autor einer Enzyklopädie über Minenbau und Geologie sowie über Techniken zur Extraktion von Gold und über metallurgische Prozesse.
1 Vallis Schroeter
Auf dem Nordhang von Herodotus liegt das Vallis Schroeter. Es ist die am leichtesten zu beobachtende Mondrille. Sie ist 160 km lang, führt zunächst nach Norden und biegt nach Westen ab. Ihre Breite variiert zwischen 6 und 10 km und verengt sich im Westen auf nur noch 500 m. Das Tal beginnt mit einem länglichen Kleinkrater in Form eines "Kobrakopfes", der wahrscheinlich ein Vulkanschlot ist. Das Tal selbst könnte ein früherer Lavagang sein, dessen Decke eingestürzt ist. Es ähnelt denen, die man auf der Erde in den Flanken der hawaiischen Vulkane entdeckt hat, nur ist er viel kleiner.
|
|
 |