Maria
Mare Humorum, Gassendi, Hainzel und Schiller

Mare Humorum, Gassendi, Hainzel und Schiller 



Meade 8'' LX2ooGPS mit FFC und LPI; Standort: Schwedt/Oder, 10.01.2006

Mosaik aus 5 Bildern;

Bild 1, 20:54 Ortszeit
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Bild 3, 21:01 Ortszeit
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Bild 4, 21:03 Ortszeit
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Bild 5, 21:06 Ortszeit
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Mit Autostitch Mosaik gebildet, mit Paint Shop Pro geschärft, Helligkeit geregelt

1 Mare Humorum  2 Gassendi  3 Herigonius 
4 Agatharchides  5 Loewy  6 Hippalus 
7 Promontorium Kelvin  8 Rupes Kelvin  9 Rimae Hippalus 
10 Campanus  11 Mercator  12 König 
13 falsch beschriftet  14 Palus Epidemiarum  15 Capuanus  
16 Ramsden  17 Doppelmayer  18 Puiseux 
19 Lee  20 Vitello  21 Dunthorne 
22 Lepaute  23 Lacus Excellentiae  24 Clausius 
25 Lacus Timoris  26 Haidinger  27 Epimenides 
28 Hainzel  29 Mee  30 Wilhelm 
31 Lagalla  32 Schiller  33 Bayer 
34 Longomontanus     


1 Mare Humorum

Das Mare Humorum, Meer der Feuchtigkeit, ähnelt sehr dem Mare Crsium. Es ist ein schönes Beispiel eines runden Meeres, das interessante Formationen trägt, die von seiner Geburt zeugen. Mit einem Durchmesser von 380 km beträgt seine Fläche 113.000 km2. Es umfasst ein System aus konzentrischen Meeresrücken im Osten.

Die interessanten Krater im Norden und Süden des Mare Humorum sind in weiteren Seiten noch einmal getrennt bei Verwendung einer höheren Vergrößerung über den FFC dargestellt.


17 Doppelmayer, 20 Puiseux,19 Lee und 18 Vitello

Im Süden des Meeres der Feuchtigkeit liegen mehrere alte Krater, die zum Teil (17, 19 und 18) von der Lava des Meeres der Feuchtigkeit überflutet wurden.

17 Doppelmayer

Der Krater Doppelmayer hat einen Durchmesser von 65 km. Er ist in der nektarianischen Epoche entstanden. Sein Wall ist im Norden vollkommen untergegangen. Im Süden ist er bis zu 2.700 m hoch. Sein Zentralberg ragt 2.000 m hoch heraus.

Johann G. Doppelmayer war im 18. Jahrhundert (geboren 1671, gestorben 1751) ein bedeutender deutscher Mathematiker und Astronom. Er war unter anderem Autor einer Mondkarte.

19 Lee

Südlich von Doppelmayer liegt der halb versunkene Krater Lee mit einem Durchmesser von 40 km. Sein Wall reicht bis zu 1.340 m hoch. Er ist ebenfalls in der nektarianischen Epoche entstanden. Gemeinsam mit Lee M (2m), einem fast vollständig versunkenen Krater mit einem Durchmesser von 77 km, bildet er ein Zwillingspaar.

John Lee war im 19. Jahrhundert (geboren 1783, gestorben 1866) ein englischer Astronom. Zu seinen Haupttätigkeiten gehörte die Selenografie.

18 Vitello

Dieser Krater wurde nicht von der Lava des Mare Humorum überflutet. Entstanden in der Epoche des Imbriums hat er einen Durchmesser von 43 km. Sein 3-geteilter Zentralberg ist von einem Rillensystem umgeben.

Erazmus Ciolek Witelo war im 13. Jahrhundert (geboren 1225, gestorben 1290) ein polnischer Philosoph, Mathematiker und Astronom.

4 Puiseux

Östlich von Doppelmayer liegt der 400 m hohe Geisterrring von Puiseux. Dieser Krater ist vollständig von der Lava des Mare Humorum gefüllt. Sein Zentralberg ist noch schwach angedeutet vorhanden.

Pierre Puiseux war im 19. Jahrhundert ein französischer Astronom. Er wurde 1855 in Paris geboren und starb 1928 in Fontenay. Er war unter anderem Selenograf und studierte die Bewegung des Mondes und der Asteroiden. Zu seinen Tätigkeiten zählte auch die Bestimmung der Konstante der Aberration. Zusammen mit Loewy gab er 1894 einen fotografischen Atlas des Mondes mit 6.000 Positionen aus.

2 Gassendi

Am Nordrand des Meeres der Feuchtigkeit (Mare Humorum) liegt der prächtige Krater Gassendi. Zusammen mit dem Krater Gassendi A, der auf seinem Nordrand entstand, ähnelt er einem Ring mit einer Zuchtperle. Diese wunderbare Wallebene von 90 km Durchmesser ist von einem Wall umgeben, der im Nordwesten mehr als 2.000 m hoch ist. Auf dem Grund von Gassendi befindet sich ein beeindruckendes Rillennetz, das einen dreifachen Zentralberg von 1.200 m Höhe sowie zahlreiche Hügel umringt.

Pierre Gassend (oder Gassendi) war im 17. Jahrhundert ein französischer Philosoph und Astronom. Er wurde 1592 in Champtercier geboren und starb 1655 in Paris. Gassendi war Pionier in der astronomischen Beobachtung mit einem Refraktor. In 1631 beobachtete er als erster Mensch den Merkurdurchgang vor der Sonne. Zusammen mit Kepler und Galilei war er ein Verfechter des kopernikanischen Modells des Sonnensystems.

28 Hainzel und 25 Lacus Timoris

28 Hainzel

Bei Hainzel handelt es sich um eine längliche Formation von etwa 71 km x 42 km. Der nordwestliche Teil wird als Hainzel A und der südöstliche Teil als Hainzel B bezeichnet, beide Teile sind identisch groß. Die Hänge im Süden von Hainzel sind sanft ansteigend

Paul Hainzel war im 16. Jahrhundert ein dänischer Astronom.

25 Lacus Timoris

See der Furcht

32 Schiller

Schiller ist der einzige Mondkrater mit einer deutlich länglichen Form. Diese 180 km lange und nur 70 km breite Formation scheint das Ergebnis der Fusion von mindestens 2 Kratern zu sein oder könnte durch den Impakt eines Meteorits entstanden sein, der im flachen Winkel aufprallte. Der 4.000 m hohe Wall umgibt einen im Süden recht flachen, aber mit Kleinkratern bedeckten Grund. Im Norden erheben sich ein kleiner Zentralberg sowie einige Hügel, die einen Kontrast mit der südlichen Region bilden.

Der Deutsche Julius Schiller lebte im 17. Jahrhundert als Mönch. Er war Author des "Coelum Stellarum Christianus Atlas", eines Atlanten, der von der Bibel inspirierte Sternbilder zeigte.