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 | Langrenus und Petavius |
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Langrenus und Petavius
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Datum 19.10.2005, Uhrzeit 20:02:50 Ortszeit; Standort Schwedt/Oder; Instrument: Meade 8'' LX200GPS und LPI
Aufnahmeparameter und Bildbearbeitung nicht dokumentiert
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1 Langrenus
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2 Petavius
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3 Bilharz
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4 Atwood
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5 Naonobu
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6 Vendelinus
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7 Lohse
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8 Lamé
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9 Palitzsch-Tal
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10 Wrottesley
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11 Snellius
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1 Langrenus
Langrenus ist zweifelsohne einer der schönsten Krater der sichtbaren Mondseite. Er hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Copernicus, liegt aber am östlichen Rand der Mondscheibe.
Bei einem Durchmesser von 130 km weist Langrenus extrem steile Hänge auf, die in einen terrassenförmigen Wall von 2.600 m Höhe übergehen. Im Süden ist dieser Wall deutlich verformt. Über den nicht ganz ebenen Grund von Langrenus erheben sich etwa 100 m hohe Hügel. Im Zentrum thront ein Gebirgsmassiv, das aus 2 Gipfeln von etwa 1.000 m Höhe besteht.
Langrenus ist der Mittelpunkt von strahlenförmigen Spuren, die an der Oberfläche des Meeres der Fruchtbarkeit zu sehen sind.
Michel Florent von Langren (geb. 1600, gest. 1675) war ein belgischer Ingenieur und Mathematiker. Er war der erste Author einer Mondkarte mit Nomenklatur.
3 Bilharz, 4 Atwood und 5 Naonobu
Bei diesen 3 Kratern handelt es sich um ein bemerkenswertes Kratertrio. Mit einem Durchmesser von 30 km ist Atwood der kleinste, der Durchmesser von Naonobu beträgt 35 km und der von Bilharz 40 km. Der flache Grund der 3 Krater ist mit Lava gefüllt, an der Oberfläche von Naonobu hat sich ein Kleinkrater gebildet.
Bilharz war früher Langrenus F. Atwood war früher Langrenus K. Naonobu war früher Langrenus B.
T. Bilharz ( geb. 1825, gest. 1862) war ein deutscher Arzt. Nach seinem Namen wurde die Krankheit Bilharziose benannt, die von einem parasitären Wurm verursacht wird.
Charles Atwood (geb. 1746 in London, gest. 1807 in London) war ein britischer Physiker. Er entwickelte eine Maschine, die auch seinen Namen trägt, mit der es gelang, Gesetze der Dynamik zu verifizieren. Atwood beschäftigte sich vor allem mit Studien über die Stabilität fließender Körper.
Ajima Naonobu (geb. 1732, gest. 1798) war ein japanischer Mathematiker.
6 Vendelinus, 7 Lohse und 8 Lamé
Vendelinus ist 150 km breit, unterscheidet sich stark von Langrenus und ist älter als er. Neuere Einschläge haben den ursprünglichen Krater verformt. Dies trifft auch für Lohse im Norden zu, der genauso tief ist wie Langrenus, jedoch einen Durchmesser von nur 50 km hat und einen relativ engen Grund aufweist. Im Osten hat Lamé, ein unregelmäßiger Krater von 84 km Durchmesser, den ursprünglichen Wall von Vendelinus zerdrückt.
Der Wall von Vendelinus ist mit 1.000 m Höhe relativ niedrig. Er umgibt einen ebenen, ausgedehnten Grund, der von zahlreichen Kleinkratern geradezu gespickt ist, von denen im Süden das Trio aus Vendelinus L, Z und Y besonders bemerkenswert ist. Einige Hügel von etwa 100 m Höhe sind im Südwesten zu sehen. Im Nordosten scheint es, als ob sich eine Felszunge zum Zeitpunkt des Lamé-Einschlages vorgeschoben hat - als hätte sich der ursprüngliche Wall buchstäblich verflüssigt.
Godefroid Wendelin (geb. 1580, gest. 1667) war ein belgischer Astronom.
Oswald Lohse (geb. 1845, gest. 1915) war ein deutscher Astronom.
Gabriel Lamé (geb. 1795 in Tours, gest. 1870 in Paris) war ein französischer Mathematiker und Ingenieur. Große Teile seiner Arbeiten führte er seit 1820 in Russland aus. Dort wurde er 1832 Professor an der französischen polytechnischen Schule. Maßgeblich war er an der Entwicklung von Schienenwegen beteiligt. 1843 wurde er in die französische Akademie der Wissenschaften gewählt.
2 Petavius, 9 Palitzsch-Tal, 10 Wrottesley und 11 Snellius
Petavius befindet sich am Südufer des Mare Foecunditatis. Er ist ebenso bemerkenswert wie Langrenus, vor allem weil er vom Palitzsch-Tal flankiert wird.
Die Arena von Petavius ist 177 km breit. Sie ist von chaotischen Hängen umgeben. Diese wurden im Nordwesten von Wrottesley zerdrückt, einem kleinen Krater von 57 km Durchmesser und 2.300 m Tiefe. Der Grund ist von Innenterrassen umrahmt. In der Mitte erhebt sich ein kleiner Zentralhügel.
Die Hänge von Petavius überragen den innenren 3.300 m hohen Wall. Sie bilden deutliche Terrassen, die sich im Süden auf bemerkenswerte Weise teilen. Noch interessanter ist der unebene Grund von Petavius. Zahlreiche Hügel umgeben ein imposantes Zentralmassiv von 30 km Länge. Der höchste Berg der 5 Gipfel erreicht 1.700 m.
Im Krater Petavius ist ferner ein Rillensystem erkennbar. Die bedeutendste von ihnen stellt sich wie ein Strich von 80 km Länge dar, der den Zentralberg von Petavius mit dem südwestlichen Wall des Kraters verbindet.
Am östlichen Wallrand von Petavius befindet sich das Palitzsch-Tal. Es besteht aus mindestens 7 ineiander überlagerten Kratern, die eine Linie bilden. Der südlichste davon, am Ende des Tals, ist Palitzsch selbst. Das Palitzsch-Tal ist eta 150 km lang und erreicht eine Breite von 40 km in Höhe des gleichnamigen Kraters. Nach Norden hin wird es schmaler.
Der Grund von Snellius ist sehr unruhig. Sein Kraterdurchmesser beträgt 85 km, seine Höhe ist nicht bekannt.
Denis Pétau (geb. 1583, gest. 1652) war ein französischer Theologe und Historiker.
Johann G. Palitzsch (geb. 1723, gest. 1788) war ein deutscher Astronom. Als Amateur beobachtete Palitzsch 1758 den Kometen Halley.
John Wrottesley (geb. 1798, gest. 1867) war ein englischer Astronom. Er hat einen Katalog über Doppelsterne sowie einen Katalog über Messungen von Sternpositionen geschrieben.
Willebrord van Roijen Snell (geb. 1591 in Leyden, gest. 1626 in Leyden) war ein holländischer Astronom. Er entwickelte eine Methode zur Messung des terrestrischen Meridians mit Hilfe der Triangulation. Außerdem ist er Autor eines Gesetzes über die Brechung des Lichtes.
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