Maria
Maria

Einführung
Die Maria

Einführung

Die dunklen Tiefebenen der Mondvorderseite, die 16% der Mondoberfläche bedecken, hielt man früher für Meere. Sie werden deshalb nach Giovanni Riccioli als Maria bezeichnet (lateinisch: Meere; Mehrzahl von Mare, entsprechend lateinischer Betonung liegt die Betonung auf dem ersten „a“). Riccioli gab im Jahre 1651 eine Mondkarte heraus, in der er die Landschaftselemente in 3 Kategorien einteilte: Mare (Meer), Montes (Gebirge) und Catena (Krater). Damit ist die Bezeichnung dieser großen dunklen Flächen auf dem Mond als Mare wahrscheinlich eine der gründlichsten Fehlbezeichnungen der Astronomie, die noch heute im Gebrauch ist. Tatsächlich ist bestenfalls an verborgenen Stellen in den Polargebieten des Mondes, die permanent im Schatten liegen, Wasser im gefrorenen Zustand zu finden. Ansonsten ist der Mond (wenigstens an der Oberfläche) definitiv trocken. Meere, Seen und Sümpfe sind daher an der Mondoberfläche ausgeschlossen.

Im 17. Jahrhundert glaubte man noch, dass der Mond das Wetter auf der Erde beeinflusse: bei zunehmendem Mond wird das Wetter schön, während es sich bei abnehmendem Mond verschlechtere. Daher tragen die Landschaften, die bei zunehmendem Mond zuerst beschienen werden, angenehme Namen: Mare Tranquillaris (Meer der Ruhe), Mare Serenitatis (Meer der Heiterkeit), während sich die westliche Mondhälfte mit Schlechtwetternamen wie z.B. Mare Imbrium (Regenmeer) oder Mare Nubium (Wolkenmeer) begnügen muss. Als man aber die Unsinnigkeit jener Wetterregeln erkannte, wurde dieses skurrile Benennungssystem aufgegeben. Ein dunkler Fleck auf der Schlechtwetterseite erhielt folgerichtig den Namen Mare Humorum, während man einem Meer auf der Schönwetterseite den Namen Mare Crisium gab.

Die Maria bestehen aus 3,1 bis 3,8 Milliarden alten dunklen Basalten. Sie weisen nur wenige Krater auf und sind von einer 2 bis 8 Meter dicken Regolithschicht bedeckt, die reich an Eisen und Magnesium ist. Sie sind vermutlich durch große Einschläge in der Frühphase des Mondes entstanden. Da in diesem Entwicklungsstadium der Mantel noch flüssig war, sind sie anschließend mit Lava aus dem Inneren vollgelaufen. Auch die runde Form einiger Maria ist über gigantische Einschlagkrater erklärbar.

Die Maria weisen, mit Ausnahme der Krater, nur sehr geringe Höhenunterschiede von maximal 100 Meter auf. Zu diesen Erhebungen gehören die Dorsa (Rücken), flache Aufwöl-bungen, die sich über mehrere Dutzend Kilometer erstrecken.

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Die Maria

Mare Anguis
Mare Australe
Mare Cognitum
Mare Crisium
Mare Foecunditatis
Mare Frigoris
Mare Humboldtianum
Mare Humorum
Mare Imbrium
Mare Ingenii
Mare Insularum
Mare Marginis
Mare Nectaris
Mare Nubium
Mare Orientale
Oceanus Procellarum
Mare Serenitatis
Mare Smythii
Mare Spumans
Mare Tranquillitatis
Mare Undarum
Mare Vaporum

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