Maria
Strukturen

Der Mond ist der einzige Himmelskörper außerhalb der Erde, auf dem man Strukturen mit dem bloßen Auge erkennen kann. Hierbei erscheinen besonders auffällig die ausgedehnten dunklen Flächen- Die Bezeichnung dieser Gebiete als Mare (Meer) geht dabei auf alte Zeiten zurück, in denen noch nicht klar war, woraus der Mond wirklich besteht. War man ursprünglich der Meinung, es handelt sich hier um Meere, bestehen in Wirklichkeit die Mare jedoch aus vulkanischen Basalten. Weiter sind besonders auffällig die Vielzahl an Kratern. Doch neben den Maren und den Kratern gibt es noch eine ganze Reihe von weiteren Merkmalen, die die Mondoberfläche prägen.

Lunare Strukturen Das Bild zeigt das Mare Humorum, das sich am südwestlichen Rand des Mondes befindet. An Hand der Vielfalt der geologischen Strukturen sieht man, dass der Mond keineswegs eintönig ist. Quelle (1)



Im Hochland finden sich die ältesten lunaren Gesteine. Dort sind auch deutlich mehr Krater jeder Größe als in den Becken, die sich im Laufe verschiedener vulkanischer Perioden mit Lava gefüllt haben. Die Becken haben sich in der Frühzeit des Mondes durch gigantische Asteroideneinschläge gebildet. Da die Laven dabei alle älteren Strukturen überfluteten, sind alle heute darauf befindlichen Krater jünger als dieses Überflutungsereignis. Wird ein Krater durch einen hinreichend großen Einschlagkörper gebildet, entsteht in seiner Mitte häufig ein Zentralberg. Sofern der Krater groß genug ist und ein späterer Lavastrom nicht mächtig genug ist, kann es zu einem überfluteten Krater kommen, der weitestgehend mit neuer Lava gefüllt ist und von dem nur noch die Kraterwände heraus ragen. Ein Dom ist hingegen kein Überbleibsel eines Impaktes, sondern eventuell der Rest eines Vulkans. Wenn sich ein großes Becken mit Lava gefüllt hat, gibt dessen Boden unter dem Gewicht der Lava nach und es kommt zur Ausbildung von Runzelrücken. Gräben bilden sich als Folge von tektonischen Spannungen in den vulkanischen Gesteinen im Gegensatz zu einer ähnlich aussehenden Rille, die durch heiße dünnflüssige Lava gebildet wird (z.B. die Hadley-Rille an der Apollo 15 Landestelle). An einigen Stellen findet man darüber hinaus dunkle vulkanische Ablagerungen, die als „feurige Brösel“ aus Feuerfontänen auf die Oberfläche herab regneten. Die Oberfläche des Mondes selbst ist nahezu vollständig von einer trockenen, aschgrauen Staubschicht, dem Regolith, bedeckt.

Quellennachweis

(1)  http://berlinadmin.dlr.de/HofW/nr/079/