M2

M2 



Ort: Schwedt/Oder, Datum: 19.10.2009, ca. 20:30 Ortszeit

Meade 8" LX200GPS fokal mit DSI III color und Focal Reducer,

1 Aufnahme; aufgenommen fokal mit Nikon D50; Belichtung 30s;
aufgenommen mit Envisage und bearbeitet mit Astroart

Katalogbezeichnungen  M 2
NGC 7089  
Rektaszension (2000)  21h 33,5m 
Deklination (2000)  -00° 49' 
Scheinbare Helligkeit  6,3 m 
Entfernung  36.200 Lj 
Scheinbarer Durchmesser  12,9' 
Absoluter Durchmesser  150 Lj 
Spektraltyp  F0 
Anzahl Sterne  150.000 
Anzahl veränderliche Sterne   21 


M2 wurde am 11. September 1746 von Maraldi entdeckt; genau 14 Jahre später, am 11. September 1760, entdeckte Charles Messier ihn unabhängig von der ersten Beobachtung von Messier wieder.

Laut Burnham ist M 2 "einer der reicheren und kompakteren Kugelsternhaufen" (Shapley/Sawyer-Konzentrationsklasse von 2). Er besteht aus etwa 150 000 Sternen. Auf hochwertigen Aufnahmen weist er die deutliche Elliptizität 9 (Form E1) auf. Seine Entfernung beträgt ca. 36 000 Lichjahre; damit liegt er deutlich hinter dem Galaktischen Zentrum. Bei einer scheinbaren Helligkeit von 6,5 m beträgt sein Durchmesser etwa 7'. Wie jedoch fotografische Aufnahmen zeigen, beträgt seine Ausdehnung tatsächlich 12,9' und damit 150 Lj. Seine hellsten Sterne sind rote und gelbe Riesen der Helligkeit 13,1 m. Die Sterne, die sich auf dem horizontalen Ast im Hertzsprung-Russel-Diagramm befinden, weisen nur scheinbare Helligkeiten von 16,1 m auf. Der Spektraltyp des Sternhaufens wird mit F0 angegeben, die absolute Helligkeit liegt bei etwa -10 m. Seine Radialgeschwindigkeit ist mit etwa 3 km/s sehr gering.

Von den 21 bekannten veränderlichen Sternen in diesem Kugelsternhaufen gehöhren die meisten zu den sog. "Sternhaufen-Veränderliche" vom Typ RR Lyrae mit einer kurzen Perioden von weniger als einem Tag. Drei jedoch sind "klassische" Cepheiden des Typs II (W Virginis Sterne) mit Perioden von 15,57, 17,55 und 19,30 Tagen und einer Helligkeit von etwa 13 Magnituden. Sie wurden von H. Arp and G. Wallerstein untersucht. Ein Veränderlicher ist ein RV Tauri Stern, dessen scheinbare Helligkeit zwischen 12,5 und 14,0 m variiert. Dieser Stern wurde 1897 von dem französichen Amateur-Astronomen A. Chevremont entdeckt.